| Berufsfeuerwehrtag 2010 der Jugendfeuerwehr Altneudorf |
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Vor kurzem versammelten sich die Jugendlichen der Jugendfeuerwehr Altneudorf zum diesjährigen Berufsfeuerwehrtag im Feuerwehrgerätehaus in Altneudorf. Ein Tag – 24 Stunden – so verbringen, wie es die Bediensteten der Berufsfeuerwehr tun. Der Tag begann mit einem gemeinsamen Frühstück, der Begrüßung und der Gruppeneinteilung. Danach ging es mit dem Erste-Hilfe-Training weiter. Dieses Training wird in der Jugendfeuerwehr Altneudorf jedes Jahr durchgeführt um den Jugendlichen die lebensrettenden Sofortmaßnahmen nahe zu bringen, sodass sie im Ernstfall auch reagieren können. Die Jugendlichen waren sichtlich begeistert von diesem Training. Am Vormittag wurde jedem Jugendlichen ein Spinnt zugeteilt, in dem er seine Einsatzkleidung verstauen konnte. Nach dem Mittagessen und einer kleinen Freizeitphase ertönte das erste Mal der Alarm. Gemeldet wurde ein Wohnungsbrand. Die Jugendfeuerwehr Altneudorf saß in Windeseile auf den beiden Fahrzeugen und rückte aus. Am Einsatzort angekommen stellte der Zugführer eine starke Rauchentwicklung in der Küche des Wohnhauses fest und ließ den ersten Atemschutztrupp in das Gebäude. Ein Weiterer positionierte sich als Sicherungstrupp vor dem Gebäude. Der qualmende Topf auf dem Herd in der Küche des Hauses wurde mittels Kübelspritze fachmännisch gelöscht. Währenddessen hatten die Jugendlichen des zweiten Einsatzfahrzeuges die Wasserversorgung aufgebaut. Nach getaner Arbeit rückten wir wieder ins Gerätehaus ein und stellten die Einsatzbereitschaft der Feuerwehrfahrzeuge her. Nach diesem Einsatz folgte eine theoretische Unterrichtseinheit, hier wurde das korrekte Vorgehen der Gruppe und Staffel im Löscheinsatz erläutert. Am Nachmittag folgte ein weiterer, sehr zeitintensiver Einsatz. Der Übungs-Leitstelle wurde ein Gartenhüttenbrand mit einer vermissten Person gemeldet. Hier konnte schnell die Wasserversorgung aufgebaut werden. Die Angrifftrupps gingen systematisch vor. So konnte die vermisste Person schnell gerettet werden und wurde von einem weiteren Trupp bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes betreut. Weitere Trupps stellten Riegelstellungen her, um andere benachbarte Häuser vor einem Übergreifen der Flammen zu schützen. Auch dieser Einsatz verlief sehr gut. Die Jugendlichen bauten den Löschangriff zügig auf und wurden so schnell Herr der Lage. Nach der Fahrzeugpflege und dem Aufräumen der Gerätschaften konnten sich die Jugendlichen bei verschiedenen Spielen etwas erholen. Doch diese Ruhrphase währte nicht lange. Bald erklang am frühen Abend wieder der Alarm. Nun standen die Jugendlichen vor einer schwierigen Aufgabe. Gemeldet wurde ein Großgaragenbrand mit zwei vermissten Personen. Auch die Wasserversorgung musste am steilen Gelände aufgebaut werden. Der Zugführer und die Gruppenführer erkundeten gemeinsam die Lage und fanden eine große unübersichtliche verrauchte Garage vor, in der die zwei vermissten Personen vermutete wurden. Hier gingen die Angriffstrupps vor, sicherten sich ab und durchsuchten mit Handlampen die Garage. Schnell fanden sie die erste, etwas später die zweite Person. Beide wurden mit Tragen zur Verletztensammelstelle gebracht, von den Jugendlichen mit Decken versorgt und vorbildlich betreut. Wir rückten nach dem Aufräumen der Gerätschaften wieder ins Feuerwehrgerätehaus ein. Die Betreuer bereiteten das Abendessen vor. Es gab Gyros, Pommes und Salat. Währendessen vergnügten sich die Jugendlichen in ihrem Jugendraum. Hier spielten sie Kicker oder andere Brett- und Kartenspiele. Dieser Raum wurde den Jugendlichen nach dem Umbau des Gerätehauses vor einigen Jahren zur Verfügung gestellt. Die Jugendlichen haben hier bei verschiedenen Veranstaltungen einen Raum, der ihnen zur freien Verfügung steht und sie sich aufhalten können. Zurzeit wird dieser von einigen Jugendlichen bemalt und verschönert. Die Jugendlichen hatten nach den anstrengenden Einsätzen sichtlich Hunger, nach dem dieser gestillt war, fanden sich alle zusammen und schauten sich gemeinsam Filme an. Dieser Filmabend ist bei einem Berufsfeuerwehrtag bereits Tradition und wurde in den vergangenen Jahren meist durch Einsätze unterbrochen. Nicht aber in diesem Jahr. Die Jugendlichen warteten bereits auf eine Unterbrechung durch den Alarm, jedoch kam keiner. Auch fragten sie immer mal wieder neugierig die Jugendbetreuer wann denn wohl der nächste Alarm kommen würde, diese taten jedoch ahnungslos und schwiegen! Nach dem Filmabend wurde der Unterrichtsraum zu einem riesigen Schlaflager umgebaut. Gegen Mitternacht war Nachtruhe, doch vor Vorfreude wollten die Jugendlichen einfach nicht schlafen. Um 2 Uhr morgens war es dann endlich still im Unterrichtsraum - alle schliefen tief und fest! Zwei Stunden später gegen 4 Uhr ertönt der nächste Alarm und weckte die Jugendlichen. Sie krabbelten mehr oder weniger koordiniert aus ihren Schlafsäcken und eilten zur den Feuerwehrautos. Es wurde eine Person vermisst, die vermutlich betrunken war und sich in einer hilflosen Situation befand. Die Jugendlichen teilten sich in drei Gruppen auf und durchsuchten mit Handlampen das kleine Wiesental zwischen Altneudorf und Wilhelmsfeld in Höhe der „Kettenschmiede". Nach einer großen systematischen Absuche des Tals wurde die Person unter einem Hochsitz liegend gefunden, mittels Trage zur Sammelstelle gebracht und versorgt. Um 5 Uhr lagen alle wieder in ihren Schlafsäcken, doch die Ruhe währte nur kurz. Der nächste Alarm stellte das Highlight da, von dem die Jugendlichen jedoch nichts wussten. Der Alarm ertönte um 5:45 Uhr - gemeldet war ein Brand auf der Wiese zwischen Altneudorf und Heiligkreuzsteinach. Feuerwehrkamerad Rolf Pfahl stellte seine Wiese und Heuballen zur Verfügung und zündete diese kontrolliert an. Als die Jugendlichen am Einsatzort ankamen staunten sie nicht schlecht, denn dort brannte es wirklich! Es war ein Heuballenbrand auf einer Wiese. Zügig wurde die Wasserversorgung aufgebaut. Die Jugendlichen bekämpften den Heuballenbrand mit drei C-Rohren. Nach einiger Zeit wurde von den Jugendlichen begeistert „Feuer schwarz" gemeldet. Als dieser für die Jugendlichen so spannende Einsatz beendet und die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge wieder hergestellt war, ließen wir den Berufsfeuerwehrtag mit einem gemeinsamen Frühstück und dem anschließenden Aufräumen des Gerätehauses ausklingen. Die Jugendfeuerwehr Altneudorf bedankt sich vielmals bei der Familie Schmitt, Familie Pfahl und Familie Schmelzer für die Bereitstellung der Übungsorte. Auch die Betreuer der Jugendfeuerwehr bedanken sich bei den Jugendlichen für die Einsatzbereitschaft, das Engagement und die gute Teamarbeit. Wir freuen uns bereits jetzt auf den nächsten noch spannenderen Berufsfeuerwehrtag im nächsten Jahr.
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